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No-Content-Storage: Wie Mailgnificent E-Mail-Datenschutz umsetzt

Die meisten E-Mail-Dienste kopieren Ihre Nachrichten auf eigene Server. Mailgnificent geht einen anderen Weg: Als E-Mail-Client arbeitet Mailgnificent direkt mit Ihrem bestehenden E-Mail-Anbieter und speichert dabei keine E-Mail-Inhalte, Anhänge oder Thread-Texte auf eigenen Servern.

Mailgnificent ist ein E-Mail-Client, kein E-Mail-Anbieter. E-Mail-Inhalte werden live vom Anbieter abgerufen und nach der Anzeige verworfen. Auf Mailgnificent-Servern werden nur verschlüsselte Zugangsdaten, Kontoeinstellungen und Pointer-Referenzen gespeichert — keine Nachrichten, keine Anhänge, keine KI-Ergebnisse.

Was Mailgnificent speichert

Mailgnificent benötigt bestimmte Metadaten, um als E-Mail-Client funktionieren zu können. Diese Daten enthalten keine E-Mail-Inhalte:

Was Mailgnificent nicht speichert

Folgende Daten werden zu keinem Zeitpunkt in Mailgnificent-Datenbanken, Backups oder Logs geschrieben:

Auch bei einem hypothetischen Datenbankeinbruch wären keine E-Mail-Inhalte betroffen, da diese schlicht nicht vorhanden sind.

So funktioniert der Live-Abruf

Wenn Sie eine E-Mail in Mailgnificent öffnen, passiert Folgendes:

  1. Verbindungsaufbau: Mailgnificent verbindet sich über IMAP (oder die OAuth-API bei Gmail/Outlook) mit Ihrem E-Mail-Anbieter.
  2. Live-Fetch: Der Nachrichteninhalt wird in Echtzeit vom Anbieter abgerufen.
  3. Streaming zum Browser: Die Daten werden direkt an Ihren Browser weitergeleitet.
  4. Kein Zwischenspeicher: Nach der Übertragung wird der Inhalt serverseitig nicht aufbewahrt. Es gibt keinen Content-Cache auf Mailgnificent-Servern.

Für Live-Updates nutzt Mailgnificent IMAP IDLE (die Standard-Methode für Push-Benachrichtigungen bei IMAP) in Kombination mit Server-Sent Events (SSE) zum Browser. Neue Nachrichten erscheinen in Echtzeit, ohne dass Inhalte zwischengespeichert werden.

Bei Aktionen wie Verschieben, Archivieren oder Löschen sendet Mailgnificent die entsprechenden IMAP-Befehle direkt an Ihren Anbieter. Die Änderung findet auf dem Server Ihres Anbieters statt, nicht auf einem Mailgnificent-Server.

KI-Funktionen und Datenschutz

Mailgnificent bietet optionale KI-Funktionen wie Thread-Zusammenfassungen, Antwortvorschläge oder Anhang-Analyse. Alle diese Funktionen arbeiten nach dem Prinzip der transienten Verarbeitung:

Was bei KI-Nutzung protokolliert wird: Provider-Name, Modell-ID, Feature-Typ, Anfragedauer, Erfolg/Fehlercode und grobe Token-Nutzung. Keine Inhalte.

E-Mail-Anbieter vs. E-Mail-Client — ein wichtiger Unterschied

Ein häufiges Missverständnis: Mailgnificent ist kein E-Mail-Anbieter wie Gmail, Outlook.com oder ProtonMail. Mailgnificent ist ein E-Mail-Client — vergleichbar mit Thunderbird, Apple Mail oder Outlook (Desktop).

E-Mail-Anbieter hosten Ihre Postfächer. Ihre E-Mails liegen auf deren Servern. Der Anbieter verwaltet Speicher, Spam-Filter und Zustellung.

E-Mail-Clients sind Oberflächen zum Lesen und Verwalten Ihrer E-Mails. Sie verbinden sich mit einem oder mehreren Anbietern und zeigen deren Inhalte an.

Mailgnificent verbindet sich mit Ihren bestehenden E-Mail-Konten (Gmail, Outlook, beliebige IMAP-Server) und bietet eine einheitliche Oberfläche. Ihre E-Mails bleiben bei Ihrem Anbieter. Wenn Sie Mailgnificent nicht mehr nutzen, ändert sich an Ihren E-Mails nichts — sie waren nie woanders.

Warum diese Architektur für den Datenschutz relevant ist

Die No-Content-Storage-Architektur hat konkrete Auswirkungen:

Vergleich: Content-Storage vs. No-Content-Storage

AspektDienste mit Content-StorageMailgnificent (No-Content-Storage)
E-Mail-InhalteKopie auf dem Server des DienstesNur beim E-Mail-Anbieter
Offline-ZugriffMöglich (da Kopie vorhanden)Nicht verfügbar (Internetverbindung erforderlich)
Risiko bei DatenleckE-Mail-Inhalte potenziell betroffenKeine E-Mail-Inhalte betroffen
SuchfunktionVolltextsuche über eigene KopieSuche über IMAP/Provider-API
KI-FeaturesOft auf gespeicherten DatenTransient, keine Persistenz

Die No-Content-Storage-Architektur hat Einschränkungen: Kein Offline-Zugriff und die Suchgeschwindigkeit hängt vom E-Mail-Anbieter ab. Für Nutzer, denen Datenschutz wichtiger ist als Offline-Funktionalität, ist das ein bewusster Kompromiss.

Häufig gestellte Fragen

Speichert Mailgnificent meine E-Mails auf eigenen Servern?

Nein. E-Mail-Inhalte, Anhänge und Thread-Texte werden nicht auf Mailgnificent-Servern gespeichert. Nachrichten werden live von Ihrem E-Mail-Anbieter abgerufen und nach der Anzeige im Browser serverseitig verworfen.

Was passiert bei einem Datenleck bei Mailgnificent?

Da keine E-Mail-Inhalte gespeichert werden, können bei einem hypothetischen Datenbankeinbruch keine Nachrichten offengelegt werden. Zugangsdaten sind mit AES-256-GCM verschlüsselt. Bei OAuth-Anbietern (Gmail, Outlook) speichert Mailgnificent kein E-Mail-Passwort.

Werden KI-Ergebnisse wie Zusammenfassungen gespeichert?

Nein. KI-Prompts und -Ergebnisse werden transient verarbeitet und nach der Anzeige verworfen. Es werden weder Zusammenfassungen, noch Antwortvorschläge, noch OCR-Texte dauerhaft gespeichert.

Kann Mailgnificent offline genutzt werden?

Nein. Da E-Mail-Inhalte nicht lokal gespeichert werden, ist eine Internetverbindung erforderlich. Das ist der bewusste Kompromiss der No-Content-Storage-Architektur zugunsten des Datenschutzes.

Ist Mailgnificent ein E-Mail-Anbieter?

Nein. Mailgnificent ist ein E-Mail-Client, vergleichbar mit Thunderbird oder Apple Mail. Ihre E-Mails bleiben bei Ihrem bestehenden Anbieter (Gmail, Outlook, etc.). Mailgnificent bietet eine einheitliche Oberfläche für mehrere Konten.

Wo werden die Mailgnificent-Server betrieben?

Mailgnificent wird in Deutschland (EU) betrieben. Es gelten die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).